EMV + CE Produktselektor

Leitungsgebundene Störungen

Elektrische schnelle Störimpulse in Folge des Schaltens von induktiven Lasten (Burststörung)
Hierbei handelt es sich um elek­tro­ma­gne­ti­sche Störungen, die durch schnelle Verän­de­rungen der Span­nung und des Stromes in der Umge­bung als Ergebnis eines abrupten Wech­sels von einem nicht-leitenden zu einem voll-leitenden Schalt­zu­stand oder umge­kehrt verur­sacht werden, z.B. beim Schalten von induk­tiven Lasten mit Licht­bo­gen­bil­dung zwischen den mecha­nisch bewegten Kontakten vor ihrer Tren­nung.

Para­meter: Weit­band­puls­stö­rung, Anstiegs­zeit der Impulse von einigen Nano­se­kunden, geringer Ener­gie­ge­halt und hohe Wieder­ho­lungs­rate.

Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-4-4

Schalten von induktiven oder kapazitiven Lasten in Hauptstromversorgungssystemen
Das Schalten von schweren induk­tiven oder kapa­zi­tiven Lasten in Nieder­span­nungs-Strom­ver­sor­gungs­sys­temen verur­sacht je nach Instal­la­ti­ons­ka­te­gorie Stör­im­pulse mit hohem Ener­gie­ge­halt und hohen Span­nungs­be­rei­chen.
Para­meter: Span­nungs­be­reich von mehreren zehn Kilo­volt, Strom­be­reich von mehreren zehn Kilo­am­pere, hoch­en­er­ge­ti­sche Impulse mit Anstiegs­zeiten und Wirkungs­dauer im Mikro­se­kun­den­be­reich.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-4-5

Atmosphärische Entladungen wie Blitzeinschläge
Blitz­ein­schläge in Hoch­span­nungs-Strom­ver­sor­gungs­sys­temen führen zu Stör­si­gnalen in Nieder­span­nungs-Strom­ver­sor­gungs­sys­temen. Über Kupp­lung können diese Stör­si­gnale auch in Daten­bus­sys­temen, Peri­phe­rie­lei­tungen und jedweden Verka­be­lungen im indus­tri­ellen Bereich auftreten.
Para­meter: Span­nungs­be­reich von mehreren zehn Kilo­volt, Strom­be­reich von mehreren zehn Kilo­am­pere, hoch­en­er­ge­ti­sche Impulse mit Anstiegs­zeiten im Mikro­se­kun­den­be­reich.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-4-5

Stromversorgungsausfälle
Durch Netz­werk- oder Instal­la­ti­ons­fehler sowie durch abrupte große Last­ver­än­de­rungen können Span­nungs­ein­brüche und Kurz­zeit­un­ter­bre­chungen entstehen. In bestimmten Fällen können zwei oder mehrere aufein­an­der­fol­gende Einbrüche oder Störungen vorkommen. Span­nungs­ver­än­de­rungen werden durch an das Strom­ver­sor­gungs­system ange­schlos­sene konti­nu­ier­lich wech­selnde Lasten verur­sacht.
Para­meter: Dieses Phänomen tritt will­kür­lich auf und kann anhand der Abwei­chung von der Nenn­span­nung und der Wirk­dauer charak­te­ri­siert werden.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-4-11

Elektrostatische Entladung
ESE tritt auf, wenn das stati­sche Elek­tro­feld zwischen zwei Objekten die Durch­schlag­fes­tig­keit der Luft zwischen den Objekten über­schreitet. Die Entla­dung ist ein komplexer Vorgang, der eine lokale Übertra­gung der Ladung im Entla­dungs­mo­ment, eine Kopp­lung der beiden betrof­fenen Objekte in der Nähe des elek­tro­ma­gne­ti­schen Feldes, einen indu­zierten Strom­fluss im Objekt, das die Entla­dung empfängt, sowie eine gestrahlte elek­tro­ma­gne­ti­sche Ener­gie­ab­gabe des gela­denen Objektes und des Licht­bo­gens der Entla­dung umfasst. All diese Phäno­mene können zu Fehl­funk­tionen führen und in einigen Fällen Gerä­te­schäden hervor­rufen.
Para­meter: Die Haupt­aus­wir­kungen werden durch den Entla­dungs­strom (< 100 A) und die Entla­dungs­span­nung (< 30 kV) mit Anstiegs­zeiten im Nano- und sogar Piko­se­kun­den­be­reich verur­sacht.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-4-2

Durch Radiofrequenzfelder induzierte leitungsgebundene Störungen
Leitungs­ge­bun­dene Radio­fre­quenz­stö­rungen treten im Zusam­men­hang mit RF-Sendern auf und wirken auf Kabel­ver­bin­dungen wie Strom­ver­sor­gungs­lei­tungen, Signal­lei­tungen und Erdungs­an­schlüsse zwischen verschie­denen Kompo­nenten eines elek­tri­schen oder elek­tro­ni­schen Systems.
Para­meter: Das Störungs­si­gnal ist ein ampli­tuden- oder puls­mo­du­liertes Signal mit einer typi­schen Frequenz zwischen 9 kHz und 80 MHz mit zeit­wei­ligen Erwei­te­rungen auf bis zu 230 MHz.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-4-6

Oberschwingungsstromemission
Mit der stei­genden Anzahl von elek­tro­ni­schen Strom­ver­sor­gungen, die für eine breite Palette von Geräten genutzt werden, ist die Anfor­de­rung nach einer Redu­zie­rung der Ober­schwin­gungs­strom­emis­sion immer wich­tiger geworden. Die Strom­ver­sor­gungs­un­ter­nehmen unter­nehmen große Anstren­gungen, um die Ober­schwin­gungs­emis­sion auf einem beacht­lich nied­rigen Stand zu halten, da Ober­schwin­gungs­ströme zu einer unnö­tigen Aufla­dung der Strom­ver­tei­lungs­in­fra­struktur führen. Dies wiederum wirkt sich sowohl auf die Qualität, als auch auf die Zuver­läs­sig­keit der Strom­ver­sor­gung aus.
Para­meter: Ober­schwin­gungs­ströme werden bis zur vier­zigsten Ober­schwin­gung der Grund­schwin­gung gemessen. Abhängig von der Gerä­teart gibt es für jede Ober­schwin­gung fest­ge­legte Grenzen.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-3-2, IEC/​EN 61000-3-12

Spannungsveränderungen, Spannungsschwankungen und Flackern
Während eines kompletten Arbeits­zy­klus eines Gerätes können plötz­liche Span­nungs­ver­än­de­rungen, Span­nungs­schwan­kungen und Flackern auftreten. Dies kann die Qualität der Strom­ver­sor­gungs­span­nung beein­flussen. Flackern ist visuell erkennbar, da die Licht­stärke einer Lampe sogar für sehr kurze Zeiten signi­fi­kant abfallen kann. Um dieses Phänomen auf ein Minimum zu beschränken, wurden Grenz­werte für die Auswir­kungen von Ladungs­ver­än­de­rungen in öffent­li­chen Strom­ver­sor­gungs­sys­temen einge­führt.
Normen­ver­weis: IEC/​EN 61000-3-3, IEC/​EN 61000-3-11

EMV-Pulse im KFZ
Neben dem oben beschrie­benen Grund­phä­nomen gibt es für spezi­elle elek­tri­sche und elek­tro­ni­sche Systeme wie Fahr­zeuge eine große Anzahl zusätz­li­cher Anfor­de­rungen. Diese Anfor­de­rungen basieren auf der Tatsache, dass inner­halb eines Fahr­zeug­ver­sor­gungs­sys­tems eine große Anzahl von Unter­sys­temen und Kompo­nenten instal­liert ist, die auf der einen Seite Störungen verur­sa­chen und auf der anderen Seite gleich­zeitig Störungen ausge­setzt sind. Einige der Phäno­mene, die in Fahr­zeugen auftreten, glei­chen den in den IEC Grund­normen spezi­fi­zierten Phäno­menen, andere sind system­spe­zi­fisch. Verschie­dene Fahr­zeug­her­steller haben eigene EMV-Anfor­de­rungen für leitungs­ge­bun­dene und gestrahlte Störungs­im­mu­nität und Emis­si­ons­mes­sungen entwi­ckelt. Diese Anfor­de­rungen ersetzen die natio­nalen und inter­na­tio­nalen Normen für EMV-Messungen in Fahr­zeugen (z.B. ISO7637, SAE J1113, JASO).

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